Herkunft des Kebab

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Kebab, Kabab oder kabāb – egal wie er genannt wird, Hauptsache, er schmeckt.

Kebap, das türkische Wort für Grillfleisch, ist gleichbedeutend mit dem arabischen كَباب‎ (kabāb). Eingedeutscht entfällt das “p” am Ende und das Wort wird mit “b” geschrieben. Ursprünglich kommt es von ᶊiᶊ kebap, “Drehbraten”. Vereinzelt findet man auch die Schreibweise kabob.

Wann genau der erste Kebab serviert worden ist, kann nachträglich nicht mehr genau festgestellt werden. Erstmals schriftlich erwähnt wurde er am 16. Juni 1836 von Helmuth von Moltke, dem gebratene Stückchen Hammelfleisch in Brot gereicht wurden.

Kebab in der Türkei und woanders

Kebap gibt es natürlich nicht nur in der Türkei in vielen Variationen, auch in anderen Ländern wird Fleisch gebraten und als Kebab, Kabab oder ähnlich bezeichnet. So gibt es in der arabischen Küche gebratenes Lammfleisch, welches beim Şiş Kebap in einer Marinade mit je nach Rezept unterschiedlichen Zutaten eingelegt und auf einem Spieß gegrillt wird. Serviert wird es mit einer Soße aus Joghurt, Gurken und Knoblauch, Reis oder Bulgur, Salat und Pide (Fladenbrot). Auf dem Spieß finden sich neben dem Fleisch oft Stücke von Tomaten oder Paprika.

Kebab im Iran

Im Iran ist das Tschelo Kabab, persisch ‏چلوکباب‎, auch Tschelau Kebab oder Tschalau Kabab genannt, das Nationalgericht. Typischerweise wird es dazu Lammfleisch oder Lammhack dazu verwendet. Zur Königsdisziplin gehört es dabei, den dazugehörigen Reis perfekt zu kochen. Die Lammfleischwürfel werden für dieses Gericht mariniert und auf flache Metallspieße gesteckt. Das Filetfleisch, Kabab barg, wird nach dem Grillen auf einem Reishügel serviert. Falls ein Hackfleischkabab gekocht wird, verarbeitet man Lamm- und Rinderhack mit Zwiebeln und Gewürzen zu einer „Kabab Kubide“ genannten Masse. Gerne wird auch Granatapfelmark dazu serviert.

Auch im Iran beheimatet ist der Dschudsche Kabāb. Es ist eines der populärsten Festessen im Iran. Hierbei werden Hähnchenstücke, welche zuvor mariniert wurden, auf einem Spieß über Holzkohle gegrillt. In Iran werden der Tschelo Kabāb (mit Kabāb-e Barg) und der Dschudsche Kabāb vorzugsweise in Restaurants gegessen, da man sie dort am besten in eigens dafür vorgesehenen Öfen zubereiten kann.

Kebab im arabischen Raum

Die arabische Küche kennt auch noch Schawarma aus Hammel- oder Lammfleisch. Manchmal wird dieses Gericht auch aus Rindfleisch oder Geflügel zubereitet. Auch dieses kebabähnliche Gericht hat sich über den Nahen Osten nach Europa ausgebreitet. Es unterscheidet sich vom geläufigen Döner Kebab durch die verwendeten Gewürze. Es wird oft mit zusammen mit einer Sesampaste namens Tahina in einem Teigfladen serviert. In den Niederlanden kennt man ein ähnliches frittiertes Gericht als Schawarmarolle (Shoarmarol).

Siehe auch:

Quellen:

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